Elisabeth Duncan - Das Leben im Zeichen der Buschbohne - Buchrezensionen

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Elisabeth Duncan - Das Leben im Zeichen der Buschbohne

Titel
Herausragendes und unglaubliches Debüt

5 Sterne? Nein! Ein ganzes Sternenbild gebe ich für dieses Buch - Zwillinge, um genau zu sein, denn ich glaube, die Protagonistin, Marietta, ist ein Juni-Kind. Immer wieder habe ich gestaunt, wie viele Parallelen es zu mir und meinem eigenen Leben gibt. Aber das kann ich natürlich nicht in meine Bewertung einfließen lassen.

Ich bin so begeistert von diesem Roman, dass mir nicht nur ein vernünftiger Anfang für diese Rezension fehlt, sondern auch die richtigen Worte. Ein Debüt in dieser Qualität - unfassbar.

Es geht in dieser Geschichte darum, sich selbst zu finden, sich selbst treu zu sein, zu achten - seinen eigenen Weg zu gehen, ohne sich von anderen verbiegen oder sich seine Persönlichkeit rauben zu lassen. Es geht aber auch um Menschlichkeit, Nächstenliebe, Freundschaft, echte Familie, Empathie und es geht darum, endlich mal aus diesem schrecklichen Schubladen-Denken auszusteigen, das System infrage zu stellen, kein Teil der Mitnicker(Ja-Sager)-Gesellschaft zu sein und Mut zu all dem zu haben.

Am Ende schreibt die Autorin, dass die Geschichte frei erfunden ist. Beim Lesen hatte ich aber das Gefühl, als ob das die Geschichte von Elisabeth Duncan ist. Vielleicht nicht die, die beschrieben steht, aber die, die ich erleben durfte, die ich emotional erfahren habe.
Sie ist so echt, so realistisch, dass ich von Anfang an ein Teil der Erzählung war. Und wie viele andere Rezensenten auch, wäre ich am liebsten sofort mit auf den Hof gezogen.

Ich habe gelacht, ich habe geweint, ich war genervt und wütend und am Ende habe ich heimlich noch weitergeblättert, in der Hoffnung, dass vielleicht doch noch ein Kapitel folgt. Es sollte einfach nicht aufhören und so hoffe ich auf eine Fortsetzung oder einfach nur auf weitere Romane dieser Autorin.

Der flüssige Schreibstil hat mich begeistert, die Ausdrucksweise hat mich gefangengenommen. So liebe ich es.
Die Charaktere sind perfekt beschrieben, man schließt sie sofort ins Herz. Außer diese Sozial-Tussi, der hätte ich genauso gerne rechts und links eine gescheuert, wie Marietta es wohl gerne getan hätte. Und Mariettas Mutter - zum Fortlaufen! Zumindest stellenweise und es musste auch so sein, glaube ich. Ohne sie hätte etwas gefehlt und Marietta hätte vielleicht etwas Wichtiges auf ihrem Weg nicht erkannt.
Justin, Kevin und Oma Else wurden zu meinen Jungs und meiner Oma und ... ach, was soll ich da schreiben? Lest dieses Buch!

Die Orte des Geschehens sind ebenfalls sehr gut beschrieben. Mein Kopfkino war durchgehend eingeschaltet. Da möchte ich wohnen, diese Menschen möchte ich meine Freunde nennen dürfen. Sie machen den Hof selbst im kältesten Winter zu einem warmen Ort der Herzlichkeit.

Ich glaube, wie Lucius, an das Schicksal. Es hat einen Grund, warum ich dieses Buch gelesen habe. Vielleicht, weil es Mut macht? Weil es mich bestätigt? Weil es mich motiviert hat? Oder weil es mir ein paar wundervolle Lesestunden geschenkt hat? Ich weiß es nicht. Aber ich vertraue dem Schicksal.

Elisabeth Duncan hat es mit diesem Buch auf die Liste meiner Lieblingsautoren geschafft. Das ist gar nicht so einfach :-) Ich hoffe sehr, mehr von ihr lesen zu dürfen und freue mich jetzt schon darauf. Mit den Gedanken bei den Buschbohnen vertraue ich darauf, dass noch mehr Lesestoff folgen wird.

Man kann es bereits vermuten, ich schreibe es aber mal: Meine 100 %ige Kauf- und Leseempfehlung!
Seitenzahl (Print-Ausgabe): 284 Seiten
Sprache: Deutsch
Taschenbuch: 10,90€
E-Book: 3,90€ (kostenlos mit KindleUnlimited)
ISBN-10: 152133661X
ISBN-13: 978-1521336618
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